SDG 15 in der Elementarpädagogik

Sensibilisierung in jungen Jahren hat Einfluss darauf, welchen Wert Kinder der Natur und Umwelt beimessen und somit Einfluss auf ihr Verhalten – Erwachsene sind dabei natürlich Vorbilder. Die pädagogische Arbeit im Kindergarten kann zu einer positiven Wahrnehmung der Natur und einem Bewusstsein für ihre Bedeutung schon bei kleinen Kindern beitragen, indem sie Möglichkeiten bietet, die natürliche Umwelt zu erleben:
- Zu welchen Naturbeobachtungen werden Kinder ermutigt? Welche Aktivitäten zum Thema Umweltschutz werden angeboten?
- Wenn Kinder in Garten und Wald sind: welche Spiele machen wir?
- Sinneserfahrungen: Wie fühlt sich ein Baum an, wie das Fell eines Tieres, welche Geräusche macht der Wald, wie schmeckt die Beere am Strauch, wie sehen Tierspuren aus?
- Wie können Kinder in Pflege von Pflanzen, Tieren und Arbeiten im Garten mit einbezogen werden? Wodurch fördern wir die Beschäftigung der Kinder mit Tieren?
- Wie reagieren die Kinder auf Naturereignisse und Tiere? Welche Haustiere können mitgebracht werden?
- Welche Fragen zu Naturwissenschaft und Umwelt beschäftigen Kinder? Und wie geht es den Pädagog*innen damit Kindern naturwissenschaftliche Zusammenhänge einfach, aber sachrichtig zu erklären?
- Durch welche Aktivitäten werden die Kinder zum Entdecken und Experimentieren in der Natur angeregt?
- Elternarbeit: Wissen wir, welche Kinder Naturerfahrungen haben und sprechen wir mit Eltern darüber?
Auf Schwierigkeiten können Lehrkräfte stoßen, wenn Kinder detaillierte Fragen haben und sie sich nicht ausreichend vorbereitet fühlen, um Ereignisse in der Natur und wissenschaftliche Zusammenhänge zu erklären. Hier bietet es sich an, gemeinsam mit den Kindern zu recherchieren und nach Antworten zu suchen - eine Lehrkraft muss nicht alles wissen. Naturpädagogische Angebote wie Führungen durch Wald, Wiese oder Bauernhof gibt es bereits in vielen Städten und Gemeinden. Auch Sachbücher für Kinder vermitteln altersgerechtes Wissen.